Freitag, 18. April 2014

"Abgründig" - Arno Strobel


"Eine Bergtour. Ein Unwetter. Ein Mord.

Eingesperrt auf engstem Raum, ohne Aussicht auf Rettung, erkennt man ganz neue Seiten an seinen "Freunden". Manche Seiten sind hässlich... andere tödlich."

Nachdem ich in Ankas Wochengeblubber Video gesehen hatte, dass Sie das Buch von Arno Strobel vorstellt war ich zunächst wirklich begeistert.
Der erste Gedanke der mir bei der Vorstellung kam war, dass es sich sehr ähnlich wie "Lord of the Flies" von William Golding anhört.
Eine jugendliche Gruppe die sich auf den Weg macht um ein Abenteuer zu erleben, was dann am Ende doch anders klingt?
Selbst wenn es wirklich makaber von mir aus ist (und das ist es wohl sehr wahrscheinlich) muss ich sagen das ich sogar gehofft habe, dass es wie "Lord of the Flies" ist. Da auf dem Klappentext die Rede von einem Mord ist bin ich davon ausgegangen, dass es wie in dem Klassiker um eine jugendliche Meuterei handelt.

Leider muss ich sagen dass mich schon nach ca. 50 Seiten die Lust am Lesen verloren hat.
Das Buch fing wirklich sehr gut an uns hatte auch eigentlich einen sehr guten Aufbau.
Jedoch muss ich leider gestehen, dass mich die Geschichte immer weniger gefesselt hat...
Ein Junge der nicht nur sehr geheimnisvoll ist, sondern auch noch schlafwandelt? Da erhofft man sich doch eigentlich sehr guten Stoff für eine jugendliche Thriller-Geschichte! - Leider nicht bei diesem Buch.
Ein weiterer Punkt der mich leider bei fast jedem Ende eines Kapitels genervt hat?!
Fast jeder Satz am Ende eines Kapitels endete mit einem ähnlichen, wenn nicht sogar gleichen Cliffhanger..."Tim ahnte nicht, wie sehr er sich irrte" oder ähnliche Abwandlungen dieser Redewendung wie "Er ahnte nicht, wie sehr er sich verschätzte" kann man nach einer Weile wirklich nicht mehr lesen. Ich für mich hatte das Gefühl das hier in der Geschichte ein künstlicher Spannungsbogen versucht wird aufzubauen, der mich persönlich leider gar nicht gepackt hat.

Ansonsten muss ich sagen, dass abgesehen von den leider misslungenen Cliffhangern der Kapitel und der nicht erfüllten Erwartungen meinerseits das Buch auch seine guten Momente hatte.
Gerade als unter den jugendlichen ermittelt wurde, wer der Übeltäter ist, kam das Buch endlich in Gang.

Insgesamt würde ich dem Buch 3 von 5 möglichen Punkten geben.
Ich gehe mal davon aus, dass ich meine Erwartungen vielleicht einfach zu hoch angesetzt habe.
Das Buch kann für jüngeres und auch älteres Publikum etwas sein, wenn man sich im Klaren ist, dass hier eben kein richtiger Thriller in den Händen gehalten wird, sondern es sich wirklich um einen Jugendthriller handelt.

Ich hoffe meine Rezension hat euch gefallen!
Über ein Feedback würde ich mich natürlich sehr freuen!
Eure