Montag, 19. Oktober 2015

Rezension Melanie Benjamin - "Alice und ich"

Hallo meine Lieben,

heute gibt es nach einer gefühlten und gelebten Ewigkeit mal wieder eine Rezension von mir.
Und zwar habe ich soeben "Alice und ich" von Melanie Benjamin fertig gelesen und möchte euch direkt davon berichten.

"Ach, ich bin es leid, Alice im Wunderland zu sein. Klingt das undankbar? Gewiss. Aber ich bin es wirklich leid."
Das sagt die erwachsene Alice, die als Heldin eines Kinderbuchklassikers unsterblich wurde. Sie war es, die Lewis Carroll bat, die Geschichte aufzuschreiben, die er ihr erzählt hatte. Doch der Ruhm hat sich mit der Zeit ebenso gegen Alice wie gegen Lewis Carroll gewandt. Und als sich Prinz Leopold, der jüngste Sohn Königin Viktorias, in die junge Frau verliebt, wird Alice endgültig aus dem Wunderland vertrieben.

Jeder der mich kennt, weiß den Grund, wieso ich mir damals das Buch gekauft habe.
Ich bin seit jeher ein riesiger Alice im Wunderland Fan.
Ich habe sowohl die Deutsche, als auch die Englische Ausgabe mehrmals gelesen und sammle leidenschaftlich alle möglichen Ausgaben der Bücher von Lewis Carroll.

Aus dem Grund hat es mich auch brennend interessiert, wie ein Roman wohl ist, der aus der Sicht meiner Kinder- und Jugendheldin Alice geschrieben ist.
Ich habe mich vorab bereits über den Roman informiert. Teilweise beruht das, was Melanie Benjamin schreibt, auf der Wahrheit, manches ist jedoch auch frei erfunden.
Genau diese spannende Mischung haben das Buch für mich so interessant und lesenswert gemacht!

Ich fand die Geschichte, die Melanie Benjamin, dem Leser in der Geschichte erzählt wirklich so faszinierend und fesselnd, dass man teilweise vergessen hat, dass manche Passagen vielleicht nur ausgedacht waren. Das macht für mich eine gute Autorin aus. Der Moment, in dem der Leser nicht mehr von Realität und Fiktion unterscheiden kann und dem Autoren alles glaubt, was in dem Roman steht.
Ich habe mich 100%ig in die Geschichte "fallen lassen", denn ich wollte mehr erfahren. Mehr über Alice, mehr über Lewis Carroll und mehr über die Zeit, in der die beiden gelebt haben.

Die Geschichte war nicht nur spannend erzählt, sondern wurde auch mit viel Witz und Humor niedergeschrieben. Es gab jedoch auch viele ernste Stellen, Passagen, die einen zum Nachdenken gebracht haben. Genau diese Mischung war es, die das Buch für mich zu einem ganz besonderen Leseerlebnis gemacht hat!

Der Roman erzählt in verschiedenen Zeiten die Geschichte von Alice, als ob Alice (Erwachsen/Älter) die Geschichte persönlich erzählt. Man wird in die Zeit zurück versetzt, in der Alice 8-10 Jahre alt ist und Charles Lutwidge Dodgson, besser bekannt als Lewis Carroll, kennenlernt. Als Leser dieses Romans wird man mit Alice erwachsen und lernt sie als Person besser kennen. Man erfährt über die 'besondere Bindung' zwischen den beiden und den gesellschaftlichen Problemen, die sich aus dieser Freundschaft ergeben.

Natürlich ist es während dem Lesen schwierig zu unterscheiden, was man nun für Wahrheit nehmen kann, jedoch war mir das persönlich relativ egal.
Ich habe mich von dem Roman unwahrscheinlich gut unterhalten gefühlt und fühle mich Alice jetzt noch ein wenig mehr verbunden!

Ich gebe dem Buch 5 von 5 Punkten!

Kennt ihr das Buch? Oder würde euch das Buch interessieren?
Schreibt mir das doch gerne in die Kommentare!

Eure
Steffi

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